Vegan = Lahm?

Gesundes Essen, das gut schmeckt!

Bestimmt haben Sie es auch schon gehört oder gelesen: Immer mehr Menschen in Deutschland essen vegetarisch oder vegan. Viele wissen jedoch gar nicht, worin genau der Unterschied besteht, oder sie sind abgeschreckt, weil sie glauben, dass eine vegane Ernährung mit großem Aufwand verbunden sei und teure Ersatzprodukte dazu nötig seien. Oder sie denken, dass es bedeute, große Abstriche beim Essen machen zu müssen, asketisch zu leben und auf Genuss zu verzichten. Wir möchten Ihnen hier ein paar Informationen zu diesem gesunden Lebensstil geben, denn eigentlich ist es ganz einfach. Und vor allem: Es geht darum, das Leben und auch das Essen zu genießen!

Sich vegan zu ernähren bedeutet, die Nahrungsmittel tierischen Ursprungs zu meiden, und so die Nutzung von Tieren und tierischen Produkten zu reduzieren und nur pflanzliche Lebensmittel zu verzehren. Im Unterschied zum vegetarischen Lebensstil wird also jemand, der sich vegan ernähren möchte, beim Essen nicht nur auf Fleisch und Fisch, sondern auch auf Eier, Milchprodukte und andere Lebensmittel verzichten, die von Tieren gewonnen werden. Es gibt auch viele Menschen, die zwar nicht hundertprozentig vegan oder vegetarisch leben, aber zumindest immer öfter diese Alternative wählen, weil sie sich und der Umwelt etwas Gutes tun wollen. Niemand muss gleich perfekt sein und sein Leben radikal ändern. Und auch kleine Schritte sind ein Fortschritt. Immer mehr Menschen erkennen, das pflanzliche Ernährung Vorteile hat. Denn für diese Ernährungsform gibt es viele gute Gründe.

 

Umweltfreundliche Ernährung

Die Produktion unserer täglichen Nahrungsmittel hat einen großen Einfluss auf die Umwelt. Vor allem die Erzeugung tierischer Produkte wie Fleisch und Milch erfordern viel mehr Ressourcen und verursachen mehr Verschmutzung als die pflanzlichen Alternativen. Die Viehhaltung trägt mit rund 18 % Anteil zum menschlich verursachten Treibhauseffekt bei und zudem ist Tierhaltung die Ursache für rund 12 % der weltweiten Entwaldung. Der tägliche Konsum von Fleisch verbraucht also im Hintergrund sehr viele Ressourcen. Besser ist es deshalb, öfter mal pflanzliche und regional erzeugte Lebensmittel zu verzehren, da hierbei auch deutlich weniger Emissionen verursacht werden.

Auch aus gesundheitlichen Gründen steigen viele Menschen auf eine vegetarische oder vegane Ernährung um. Denn bei pflanzlicher Kost mit hohen Anteilen aus Gemüse und Obst besteht ein geringeres Risiko für Übergewicht, Bluthochdruck, Diabetes und Herzerkrankungen. Speziell für Menschen, die bereits in dieser Hinsicht gesundheitliche Schwierigkeiten haben, ist daher eine Ernährungsumstellung ratsam.

Für eine pflanzenbasierte Ernährung ist es jedoch nicht nötig, spezielle Lebensmittel zu kaufen. Zwar bietet die Lebensmittelindustrie inzwischen viele speziell als vegetarisch oder vegan deklarierte Fertiglebensmittel und Fleischersatzprodukte an, diese sind jedoch oft gar nicht so gesund, da sie bisweilen ungünstige Mengen an Zucker, Fetten und Salzen enthalten. Besser ist es, frisch zu kochen und dabei leckere Rezepte zu wählen, auf die Sie auch wirklich Lust haben. Denn vegetarisch oder vegan zu essen, soll ja nicht Verzicht und Einschränkung bedeuten, sondern ein Schritt zu einem gesünderen und umweltverträglicheren Lebensstil sein.

 

Variation macht glücklich

Wenn Sie beim Essen auf Vielfalt achten und die Gemüse- und Obstsorten immer variieren, besteht auch kaum ein Risiko für Mangelernährung. Wichtig ist die Aufnahme von Kalzium, Eisen, Omega-3-Fettsäuren, Zink, Vitamin B2 und Vitamin B12, darauf sollten Sie bei der Rezeptauswahl etwas achten. Kalzium findet sich in dunkelgrünem Gemüse, in Getreide und Nüssen aller Art. Eisen ebenso. Wenn sie dazu Vitamin-C-haltige Lebensmittel zu sich nehmen, verbessert dies auch die Aufnahme von Eisen. Die ungesättigten Fettsäuren wie die Omega-3-Fettsäure bekommen Sie über hochwertige Öle. Olivenöl, und besonders Leinöl oder Walnussöl sind reich daran, und zum Braten eignet sich Rapsöl sehr gut. Vitamin B2 ist in Brokkoli, Spargel und Spinat enthalten, aber auch in vielen Getreidesorten und Nüssen. Nüsse sind sowieso gut als Eiweißlieferanten. Der einzige Nährstoff, der bei einer veganen Ernährung zusätzlich ergänzt werden muss, ist Vitamin B12. Dies kann in Tablettenform erfolgen, oder durch spezielle Säfte. All diese Ernährungshinweise sollten übrigens auch Menschen befolgen, die Fleisch essen. Denn auch durch eine Fleischernährung ist nicht automatisch eine gesunde Versorgung mit allen notwendigen Nährstoffen gewährleistet. Als Grundregel gilt: Essen Sie so vielfältig, wie die Natur ist!

 

Vegane Rezepte zum Nachkochen

Wenn Sie an einer veganen oder vegetarischen Ernährung interessiert sind, sehen Sie es also nicht als Selbstbeschränkung, sondern fangen Sie lustvoll damit an: Wählen Sie die pflanzlichen Lebensmittel, die Ihnen schmecken und suchen Sie vegetarische oder vegane Rezepte aus, die viel Genuss versprechen! Im Internet gibt es viele Rezeptsammlungen, die Sie nach vegetarischen oder veganen Rezepten durchsuchen können. Und es gibt auch viele Kochbücher, die sich auf das vegane oder vegetarische Kochen spezialisieren. So können Sie Ihrer Experimentierfreude freien Lauf lassen und einfach mal etwas Neues ausprobieren. Ein ganz einfaches veganes Essen ist zum Beispiel frisches Ofengemüse der Saison. Dazu vegane Dips wie zum Beispiel Hummus aus Kichererbsen oder Guacamole aus Avocados, so leicht kann man ein veganes Essen zaubern, dass der ganzen Familie schmeckt. Auch Nudel- oder Reisgerichte mit knackigem Gemüse und z.B. einer leckeren Currysauce mit Kokosmilch sind ohne großen Aufwand schnell selbst zu kochen. Es gibt so viele vegane Rezepte, wie es Gemüse und Gewürze gibt – mit ein wenig Kreativität wird das garantiert nicht langweilig.

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